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Sicherheitslage im Burgenland

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Aufklärungsquote 2017 Burgenland
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Positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2017 - Die Anzeigen im 1. Halbjahr 2017 sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Der Wohnungseinbruch, die Kfz-Diebstähle und die Gewaltdelikte sind gesunken, die Internetkriminalität bleibt auch für das Bundesland Burgenland eine große Herausforderung.

"Das Burgenland gehört zu den sichersten Bundesländern Österreichs. Damit dies so bleibt, bedarf es Polizistinnen und Polizisten mit hohem Engagement und Einsatzwillen und die haben wir im Burgenland", sagte der stv. Landespolizeidirektor Generalmajor Werner Fasching BA. MA.


Rückgang der Anzeigen um 8,4 Prozent

Im Burgenland hat es im ersten Halbjahr 2017 4.341 Anzeigen gegeben. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 8,4 Prozent. Gestiegen ist dabei auch die Aufklärungsquote von Straftaten, die derzeit bei 54,3 Prozent liegt. Noch vor einem Jahr lag dieser Wert bei 48 Prozent. Dies bedeutet eine Steigerung von 6,3 Prozent! Im österreichweiten Vergleich stellt dieser Wert den höchsten Anstieg in Prozentpunkten bei der Aufklärungsquote dar.

Im Vergleich dazu sind in Gesamtösterreich 251.795 vorläufige Anzeigen zu verzeichnen, was einen Rückgang von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Gestiegen ist auch hier die Aufklärungsquote, die nunmehr bei 48,2 Prozent liegt (im Vergleichszeitraum 2016 45,5 Prozent) und somit insgesamt die gute Ermittlungsarbeit und den erfolgreichen Kontrolldruck der Polizei bestätigen.

Bei den Einbruchsdiebstählen in Wohnungen und Wohnhäusern gab es im Bundesland Burgenland im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 99 angezeigte Fälle. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr zum Vorjahr um 12,5 Prozent. Bei den 99 angezeigten Einbrüchen blieb es in 39 Fällen beim Versuch, hinsichtlich der Tatörtlichkeiten waren in 92 Fällen Wohnhäuser, in sieben Fällen Wohnungen betroffen.

Für den Deliktsbereich der Kfz-Diebstähle lässt sich ein Minus von 16,7 Prozent feststellen, ebenso ist bei den Gewaltdelikten ein leichtes Minus zu verzeichnen. Leicht rückgängig dabei die Anzeigen wegen Körperverletzungen um 0,4 Prozent, hingegen ein deutlicher Rückgang bei den Sexualdelikten um 12 Prozent.


Herausforderung 2017

Österreichweit stieg die Internetkriminalität nach der ersten Datenerhebung im 1. Halbjahr 2017 um 23 Prozent. Mit 7.541 Anzeigen wurde zum Stichtag 1. Juli 2017 ein neuer Rekordwert erreicht. Im Bereich der Wirtschaftskriminalität stiegen die Zahlen um 3,3 Prozent von 26.175 auf 27.036 Anzeigen innerhalb eines Jahres.

Der bundesweite Trend betreffend Internetkriminalität bestätigt sich auch für das Bundesland Burgenland, wo es einen Anstieg um 34,7 Prozent im Cybercrime-Bereich gab. Auch bei den Wirtschaftsdelikten ist ein Plus von 21,8 Prozent zu bemerken.

Im Vergleich der Täterschaft hinsichtlich Österreicher und Fremder lässt sich für das Bundesland Burgenland zusammenfassen, dass betreffend Tatbegehungen der österreichische Täteranteil um 11,9 Prozent angestiegen ist, während die ausländischen Täter um minus 14,1 Prozent rückläufig waren. Insgesamt wurden für das erste Halbjahr 2017 im Bundesland 1.043 Fremde wegen Straftaten angezeigt, im Vergleichszeitraum 2016 waren es noch 1.214 Fremde. Dagegen wurden im ersten Halbjahr 2017 für Straftaten im Burgenland 1.767 Österreicher angezeigt, im ersten Halbjahr 2016 zeigt die Statistik 1.579 Österreicher.

Bei den Topnationen hinsichtlich fremder Täterschaft sind die Nationen Ungarn mit 308, die Slowakei mit 157 sowie Rumänien mit 105 führend und bilden zusammen mit Serbien 50 und Deutschland 42 die "top five" für das Bundesland Burgenland.

Artikel Nr: 285989
vom Montag,  07.August 2017,  12:04 Uhr.

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