BURGENLAND

  • LPD
  • Berichte aus der LPD Burgenland

Phänomen „Cybercrime“:

Foto


© LPD Burgenland

Das Phänomen „Cybercrime“ unterliegt aktuell einer enorm steigenden Kriminalitätsentwicklung. Dieser Bereich umfasst einerseits Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, Datensysteme oder deren Daten richten (Cybercrime im engeren Sinne), andererseits jene, welche mittels dieser Informationstechnik begangen werden (Cybercrime im weiteren Sinne).

Die Bandbreite dieser Deliktsformen ist riesig und reicht von der Verbreitung von Kinderpornographie über "Phishing" persönlicher Zugangsdaten, dem Handel mit Waffen und Suchmittel bis hin zu Netzwerkeinbrüchen und –attacken sowie Verbreitung von Schadsoftware und Betrugshandlungen.
Aktuelle Erscheinungsformen von Cybercrime sind vor allem die Infektion und Manipulation von Computersystemen mit Schadsoftware, wozu u.a. die Verschlüsselung von Nutzerdaten durch sog. Ransomware mit anschließender Lösegelderpressung zählt. Die Infizierung erfolgt hierbei für den Nutzer unbemerkt durch die Installation von Schadsoftware, wobei deren häufigsten Methoden das Öffnen von E-Mail Anhängen, durch "Drive-by-Infection" beim Aufruf infizierter Webseiten oder durch den Download nicht verifizierter Dateien im Internet sind.

Ein weiteres potenzielles Risiko besteht im Datendiebstahl durch Social Engineering. Durch geschickte (psychologisch motivierte) Manipulation werden die Opfer zu Handlungen verleitet, welche die Sicherheit ihrer Daten kompromittieren. Dabei werden nicht selten menschlichen Angewohnheiten wie Neugier und Angst ausgenutzt und sie beispielsweise anhand von Angaben in den Sozialen Netzwerken ausgewählt und gezielt kontaktiert. Beispiele für derartige Angriffe sind die Verifikation des Online-Banking-Accounts, gezielter E-Mail-Versand mit gefährlichen Anhängen, Angebote einer Telefonbetreuung zur Lösung vermeintlicher Computerprobleme oder die Anfertigung einer Kopie eines Nutzer-Accounts mit anschließendem Versand vertrauenerweckenden Nachrichten zwecks Erlangung von Informationen oder Geld in betrügerischer Absicht.

Die Bekämpfung von Cybercrime in Österreich ist ein Schwerpunkt der kriminalpolizeilichen Arbeit und erfolgt durch das Bundeskriminalamt Wien, Abteilung C4 (Cybercrime Competence Center), die Landeskriminalämter (AB 06 – IT.B) sowie durch zahlreiche, speziell ausgebildete Polizeibeamte in den einzelnen Bezirken (sog. Bezirks-IT-Ermittler).

Artikel Nr: 278446
vom Mittwoch,  19.April 2017,  09:59 Uhr.

Reaktionen bitte an die LPD Burgenland

BM.I – HEUTE


Bilder der Woche

Am 17. Jänner traf sich Innenminister Kickl mit dem Geschäftsträger der US-Botschaft, Eugene Young, zu einem Arbeitsgespräch im Innenministerium.

© BMI/Alexander Tuma

Innenminister Herbert Kickl traf sich mit dem ungarischen Botschafter Janos Perenyi, mit der slowenischen Botschafterin Ksenija Skrilec, dem Geschäftsträger der US-Botschaft, Eugene Young, sowie mit dem VwGH-Präsidenten Rudolf Thienel zu Arbeitsgesprächen. Staatssekretärin Karoline Edtstadler lud den EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, sowie den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, zu Arbeitsgesprächen ins Innenministerium.

VERANSTALTUNGEN


 

INTERNATIONALES & EU


Gespräche mit Sicherheitspartner Ungarn

Innenminister Herbert Kickl empfing den ungarischen Botschafter János Perény

© BMI/Gerd Pachauer

Europäische Werte und Ziele, Migration und Grenzschutz waren die zentralen Themen des Treffens zwischen Innenminister Herbert Kickl und dem ungarischen Botschafter János Perény am 15. Jänner 2018 in Wien. Generaldirektorin Michaela Kardeis führte am 17. Jänner 2018 ein Arbeitsgespräch mit dem ungarischen Landespolizeipräsidenten Károly Papp.