KÄRNTEN

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20 Jahre Gewaltschutzgesetz

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Mag.a Roswitha Bucher, Preisträgerin Chefinspektorin Renate Petz und Mag. Dr. Michaela Kohlweiß
© Foto Christine Klagenfurt

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Zahlreiche Besucher nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil
© LPD

Vor 20 Jahren, zum 1. Mai 1997, wurde in Österreich das Gewaltschutzgesetz eingeführt. Am Mittwoch, den 19. April 2017 fand aus diesem Anlass in der Landespolizeidirektion Kärnten eine gemeinsame Feier des Gewaltschutzzentrums Kärnten und der Kärntner Polizei statt. Dabei wurde auch der Anerkennungspreis für besonderes Engagement im Sinne des Gewaltschutzgesetzes verliehen.

Mit der Einführung des Gewaltschutzgesetzes erhielt die Polizei die Möglichkeit, eine/n Gewalttäter/in das Betreten einer Wohnung/Hauses und deren unmittelbarer Umgebung zu verbieten. Alleine in Kärnten wurde bisher in über 5.300 Fällen ein Betretungsverbot von der Polizei ausgesprochen und an das Gewaltschutzzentrum übermittelt. International gilt dieses Gesetz als Vorzeigemodell. Viele europäische Staaten haben sich in den vergangenen Jahren daran orientiert und ähnliches eingeführt.

Insgesamt wurden seit 1999 rund 11.000 Personen im Gewaltschutzzentrum beraten. Die Betreuung umfasst dabei unter anderem auch eine psychosoziale und juristische Beratung, eine Gefährlichkeitseinschätzung und die Erstellung eines Sicherheitsplanes sowie eine Prozessbegleitung.

Die Preisträgerin

Zum 10. Mal verlieh das Gewaltschutzzentrum Kärnten im Rahmen dieser Veranstaltung den Anerkennungspreis für besonderes Engagement im Sinne des Gewaltschutzgesetzes. Im heurigen Jahr ging diese Auszeichnung an Chefinspektorin Renate Petz vom Stadtpolizeikommando Villach, Abteilung für Leib, Leben und Sittlichkeitsdelikte.

Im Zuge der Prozessbegleitung wurde immer ersichtlich, wie empathisch und dennoch klar sie mit den unterschiedlichsten und teilweise schwer traumatisierten Personen und Fallgeschichten umgehen kann. Ihren polizeilichen Auftrag folgend muss sie Sachverhalte abfragen, was auch zu schwierigen und nicht vorhersehbaren traumatischen Reaktionen bei den betroffenen Opfern führen kann. Aufgefallen ist z.B. auch, wie die Preisträgerin im Zuge einer Vergewaltigungsanzeige durch einen Ehemann erkannte, dass diese Frau weiter geschützt werden muss und ein Betretungsverbot gegen den Ehemann aussprach.

Und das soll Liebe sein…?

Begleitend zu dieser Veranstaltung ist bis 24. April im Foyer der Landespolizeidirektion Kärnten eine Ausstellung zu besichtigen, welche Warnsignale häuslicher Gewalt aufzeigt. Ab 25. April kann diese Ausstellung für zwei Wochen im Magistrat der Stadt Klagenfurt am Wörthersee besucht werden.

Artikel Nr: 278463
vom Mittwoch,  19.April 2017,  16:45 Uhr.

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