OBERÖSTERREICH

  • LPD
  • Berichte aus der LPD Oberösterreich

Tätergruppe aus Moldawien festgenommen

Foto

Ermittler des LKA, Brigadier Gottfried Mitterlehner, ChefInsp Rudolf Frühwirth und Landespolizeidirektor Andreas Pilsl, (Foto: Harald Dostal)
© LPD

Foto

Foto: Harald Dostal
© LPD

Foto

Ein kleiner Teil des Diebesguts (Foto: Harald Dostal)
© LPD

Eine moldawische Tätergruppe im Alter von 28, 30, 32 und 35 Jahren konnte am 15. Dezember 2016 nach einem Einbruchsdiebstahl festgenommen werden. Die Beschuldigten waren bereits wieder auf dem Rückweg zu ihrem Quartier in Wien, als sie von Beamten des Landeskriminalamtes Oberösterreich (EGS) und der Diebstahlsgruppe des LKA angehalten wurden.

Der Festnahme waren monatelange Ermittlungen in Zusammenarbeit mit moldawischen und ungarischen Polizeibehörden vorangegangen. Zahlreiche Einbruchsdiebstähle in den letzten Jahren hatten die gleiche Handschrift und waren augenscheinlich derselben Tätergruppe zuzuordnen. Bei diesen Straftaten war markant, dass in vielen Fällen die Tresore in den Bürogebäuden entweder aufgeschnitten, gewaltsam aufgebrochen oder abtransportiert wurden. Häufig wurden auch Firmenfahrzeuge als Flucht- oder Transportfahrzeuge verwendet. Diesen Tätern waren auch besondere Einbruchsarten zuzurechnen. So gelangten sie in einem Fall über ein abgedecktes Dach und den Durchbruch einer Zwischendecke in die Büros einer großen Firma im Bezirk Freistadt. In einem anderen Fall transportieren sie bei einem Einbruchsdiebstahl im Bezirk Steyr Land mit einem Hubwagen einen 800 Kilo schweren Tresor aus dem Büro in eine Lagerhalle. Dort brachen sie den Tresor mit zwei Gabelstaplern gewaltsam auf und erbeuteten 3.000 Euro.

Die Tätergruppe agierte vorrangig in Oberösterreich und vereinzelt in Niederösterreich und im Burgenland. Pro Nacht verübten sie immer mehrere Einbruchsdiebstähle, wobei sie vorwiegend große Industriebetriebe oder Gewerbegebiete bevorzugten.
Bei den Einvernahmen gestanden die vier Beschuldigten Einbruchsdiebstähle mehrere Jahre zurückliegen. Anhand von gesicherten Spuren sind ihnen Straftaten zumindest bis zum Jahre 2011 nachzuweisen. Die Einbrecher waren auch grundsätzlich geständig, aufgrund der Vielzahl der Straftaten können sie nicht mehr alle Straftaten konkret bezeichnen.

Nach derzeitigem Stand ist mit über 70 Einbruchsdiebstählen in Firmen zu rechnen. Der Wert des gestohlenen Gutes beträgt nach ersten Schätzungen über 700.000 Euro. So wurde z.B. bei einem Einbruchsdiebstahl in eine Firma im Bezirk Kirchdorf im Jahr 2015 ein Bargeldbetrag von 143.000 Euro erbeutet. Bei einem weiteren im Bezirk Steyr Land erbeuteten sie technische Geräte im Wert von über 150.000 Euro.

Wie die Ermittlungen ergaben, kam das Quartett alle ein bis zwei Monate für einen Zeitraum von drei bis vier Wochen nach Österreich. Während dieser Zeit wohnten sie in Wien in einer Wohnung. In dieser Wohnung konnten die Ermittler bei einer angeordneten Hausdurchsuchung zahlreiches Diebesgut aus Einbruchsdiebstählen im heurigen Jahr sicherstellen. In dieser Wohnung befanden sich auch noch Schlüssel von gestohlenen Firmenfahrzeugen. Für die Einbruchsfahrten in Österreich verwendeten sie ausgeborgte Fahrzeuge von Landsleuten aus dem Raum Wien. Einer der Beschuldigten, ein 30-Jähriger, war mit einer anderen Identität in Österreich seit dem Jahr 2012 wegen Diebstahl durch Einbruch zur Festnahme vorgemerkt. Er war mit dieser Identität erstmals 2002 als Asylwerber nach Österreich eingereist. Die Beschuldigten wurden in die Justizanstalt Garsten eingeliefert. Sie befinden sich in Untersuchungshaft.

Artikel Nr: 266997
vom Donnerstag,  22.Dezember 2016,  11:00 Uhr.

Reaktionen bitte an die LPD Oberösterreich

BM.I – HEUTE


Charterrückführung nach Nigeria

2017 gab es 56 Prozent mehr Abschiebungen als im Vergleich zum Vorjahr.

© BMI / Maria Rennhofer - Elbe Abdruck honorarfrei

57 nigerianische Staatsbürger, darunter 13 aus Österreich, wurden am 16. Februar 2017 in einer europäischen Rückführungsaktion nach Nigeria rückgeführt. 2017 gab es 56 Prozent mehr Abschiebungen als im Vergleich zum Vorjahr.

VERANSTALTUNGEN


 

INTERNATIONALES & EU


Maltas EU-Ratspräsidentschaft

Malta übernimmt am 1. Jänner 2017 zum ersten Mal den EU-Ratsvorsitz.

© BM.I

Mit 1. Jänner 2017 übernimmt Malta den EU-Ratsvorsitz und schließt damit die Trio-Ratspräsidentschaft mit den Niederlanden (erstes Halbjahr 2016) und der Slowakei (zweites Halbjahr 2016) ab. Österreichs Trio-Ratspräsidentschaft beginnt mit dem darauffolgenden Vorsitz von Estland (zweites Halbjahr 2017), Bulgarien (erstes Halbjahr 2018) und Österreich (zweites Halbjahr 2018).