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Historisch hohe Aufklärungsquote

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„Dass die Aufklärungsquote einen historischen Wert (58,3 Prozent) erreichte, zeigt, dass die oberösterreichische Polizei ihre Aufgaben perfekt umsetzt. Als Landespolizeidirektor möchte ich mich bei allen Polizistinnen und Polizisten recht herzlich bedanken. Ich bin sehr stolz auf sie!“ - Landespolizeidirektor Andreas Pilsl

Die polizeiliche Kriminalstatistik für Österreich kann für den Zeitraum Jänner bis Juni 2017 höchst erfreuliche Zahlen vorweisen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der angezeigten Fälle von 269 342 auf 251 795 gesunken, das entspricht einem Rückgang von -6,5 Prozent. Für Oberösterreich speziell weist die Statistik einen siebenprozentigen Rückgang von 32 347 auf 30 045 angezeigte Fälle aus.
Die polizeiliche Aufklärungsquote befindet sich auf einem historischen Hoch: Für den Zeitraum Jänner bis Juni 2017 liegt sie bei 58,3 Prozent, im Vorjahreszeitraum waren es noch um vier Prozentpunkte weniger (54,2 Prozent). Zum Vergleich: Vor fünf Jahren betrug die Quote noch 48,9 Prozent. Die Zahlen für Oberösterreich spiegeln exakt die Quote für den Bund: 58,3 Prozent im Vergleich zu 54,2 Prozent voriges Jahr.
Ein merkbarer Rückgang an angezeigten Fällen ist auch bei Einbruchsdiebstählen in Wohnungen und Wohnhäuser zu erkennen: Die Zahl derartiger Straftaten sank in Oberösterreich von 788 auf 532, was ein Rückgang um knapp ein Drittel ist. Auch beim Kfz-Diebstahl (PKW, LKW, Krafträder) ging die Zahl der angezeigten Fälle um fast ein Drittel von 124 auf 88 zurück.
Ein Minus von 10,2 Prozent ist bei der Gewaltkriminalität zu verzeichnen: Im Vorjahreszeitraum waren es 2 788 Fälle, im Zeitraum Jänner bis Juni 2 495. Mit 88,6 Prozent (89 im Vorjahreszeitraum) befindet sich die Aufklärungsquote auf einem stabilen hohen Niveau. Hierbei sank sowohl die Zahl ausgewählter Sexualdelikte (von 329 auf 254) als auch jene der vorsätzlichen Körperverletzung (von 2 440 auf 2 229). Ein Anstieg ist nur bei den Fällen vorsätzlicher Tötung von 9 auf 12 zu verzeichnen.
Im Bereich Cybercrime stieg die Anzahl der Fälle zwar von 885 auf 963 (Anstieg von 8,8 Prozent), die Zahl geklärter Fälle konnte jedoch von 369 auf 408 gesteigert werden. Damit ergibt sich eine Aufklärungsquote von 42,4 Prozent (41,7 Prozent im Vorjahreszeitraum). Bei der Wirtschaftskriminalität verhält es sich ähnlich: Ein Plus bei den angezeigten Fällen (3 386 zu 3 096) steht einer höheren Aufklärungsquote (67,7 Prozent zu 63,9 Prozent) gegenüber.
Die drei am häufigsten vertretenen Nationen bei fremden Tatverdächtigen sind Rumänien (774), Deutschland (628) sowie die Türkei (583).

Artikel Nr: 285767
vom Freitag,  04.August 2017,  11:59 Uhr.

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