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CEO-Betrug – was passiert?

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© LPD

Die Täter informieren sich im Internet oder telefonisch direkt beim Unternehmen, um
die Namen und Kontaktdaten der für sie notwendigen Ansprechpersonen ausfindig zu
machen. In anderen Fällen schleusen sie Schadsoftware in ein Firmennetzwerk ein. Das
Spionageprogramm hilft ihnen dabei, die interne Korrespondenz eines Unternehmens
mitzulesen. Dadurch gewinnen sie Informationen über die Geschäftsleitung, die Buchhaltung
und bestehende Geschäftsbeziehungen.

Schließlich senden sie im Namen der Geschäftsführung eine Nachricht an die Buchhaltung, in der eine Überweisung ins Ausland angewiesen wird. In der Zahlungsanweisung nennen sie Begünstigte, die tatsächlich Geschäftspartner eines Unternehmens sind; die genannte Bankverbindung ist jedoch neu und unbekannt. Mitarbeiter, die der Zahlungsanweisung nachkommen, verursachen ihrem Arbeitgeber einen hohen Verlust. Die Täter beheben das Geld im Ausland und tauchen unter.

Wie schützen Sie Ihr Unternehmen vor dem CEO-Betrug?
Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter und führen Sie Sicherheitsvorkehrungen ein, die eine betrügerische Auslandsüberweisung verhindern können. Sinnvoll sind folgende: Erstellen Sie in Ihrem E-Mailprogramm eine Regel, die dafür sorgt, dass Nachrichten, in denen eine Ihrer Firmenadresse ähnliche E-Mailadresse vorkommt, markiert werden. Endet Ihre E-Mail-Adresse beispielsweise auf musterunternehmen.at, soll der Filter beispielsweise Nachrichten mit der Endung muster_unternehmen.at oder muster-unternehmen.com markieren.

Erstellen Sie in Ihrer E-Mailanwendung eine Regel, die Nachrichten markiert, in denen sich die Absenderadresse von der Antworten-an-Adresse unterscheidet. Sorgen Sie dafür, dass die firmeninterne Korrespondenz standardmäßig in einer bestimmten Farbe erfolgt und Nachrichten von oder an Externe ein anderes Farbschema verwenden.

Wenden Sie bei Überweisungen das Vier-Augen-Prinzip oder andere Sicherheitsvorkehrungen an, sodass keine Einzelperson in der Lage ist, Geldsummen alleine zu transferieren.

Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Hinblick darauf, dass bei verdächtigen Nachrichten oder Anrufen das direkte Gespräch mit den Verantwortlichen gesucht werden soll. Das hilft, einen Verbrechensversuch rechtzeitig aufzudecken.

Ihr Unternehmen wurde Opfer?
Wenn Sie Opfer der CEO-Betrugsmasche geworden sind, dann nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit Ihrer Bank auf. Schildern Sie dort den Vorfall und sorgen Sie dafür, dass man unverzüglich mit jenem Geldinstitut Kontakt aufnimmt, das den Geldbetrag erhalten hat. Unter Umständen gelingt es damit, den finanziellen Schaden abzuwenden. Informieren Sie unbedingt auch die Polizei (Notruf: 133) über den Vorfall und besprechen Sie mit ihr das weitere Vorgehen. Dafür hat das Bundesministerium für Inneres auch die Kontaktstelle CEOFRAUD@bmi.gv.at eingerichtet.

Extra-Tipp
Immer aktuell informiert über in Österreich neu auftretende Betrugsformen bleiben Sie über die Website der Watchlist Internet: https://www.watchlist-internet.at

Artikel Nr: 289707
vom Dienstag,  03.Oktober 2017,  11:56 Uhr.

Reaktionen bitte an Madeleine  Heinrich

BM.I – HEUTE


Auszeichnungen für SIAK-E-Learning

Eduard Dernesch (Leiter Fachbereich E-Learning), Markus Richter (stv. SIAK-Direktor), Michaela Drascher (Quality Austria), Philip Parzer (KDZ), Lisa Bauer (Teamkoordinatorin).

© BMI/Gerhard Vanek

Der Fachbereich E-Learning der Sicherheitsakademie des Innenministeriums erhielt zwei international angesehene Auszeichnungen für Unternehmens-Qualität: das "CAF-Gütesiegel" sowie das "EFQM Committed to Excellence".

VERANSTALTUNGEN


 

INTERNATIONALES & EU


Zuwanderung, Kriminalität und Sicherheit

Mitteleuropäische Polizeiakademie

© SIAK/ZIA Abdruck honorarfrei

Entwicklungen und Phänomene in den MEPA-Ländern sowie Maßnahmen und Erfahrungen zum Thema "Neue Kriminalitätsformen in Bezug auf Zuwanderung und Sicherheitsempfinden der Bürger" diskutierten 23 Teilnehmer aus sieben MEPA-Ländern vom 13. bis 16. November 2017 in Wien.


PARTEIENVERKEHR

Parteienverkehr gibt es bei der LPD Steiermark ausschließlich am Standort Parkring
4, 8010 Graz (Ämtergebäude)
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Mo – Fr von 8 Uhr bis 13 Uhr
Amtsarzt: Mo – Fr von 8 Uhr bis 12 Uhr

Achtung: KEIN Parteienverkehr am Standort Straßganger Straße!