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Landesübung TROMOS 2017

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Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka und Landespolizeidirektor Mag. Helmut Tomac mit den Verantwortlichen der Übungsleitung.
© LPD Gruber

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Alle vier Organisationen bei der Bergung der Verletzten bei der Medienvorführung
© LPD Tirol, Gruber Bernhard

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v.l. Militärkommandant GenMjr Mag. Herbert Bauer, Landespolizeidirektor Mag. Helmut Tomac und Landespolizeidirektor-Stv. HR Dr. Edelbert Kohler bei der Begrüßung der Presse
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Verletztenbergung durch die Einsatzorganisationen bei der TROMOS-Übung
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Verletztenversorgung durch die Einsatzorganisationen bei der TROMOS-Übung
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Die Übungsleitung in Aktion
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Reges Medieninteresse bei der TROMOS-Übung
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Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka stattete direkt aus den USA kommend am Abend des 05. Mai der Übungsleitung Tromos im Landhaus in Innsbruck einen Besuch ab. Bei der Nachbesprechung zur Landesübung TROMOS 2017 machte er sich persönlich ein Bild vom Übungsverlauf und den ersten Ergebnissen.

Der Innenminister betonte die Notwendigkeit einer derartigen gemeinsamen Übung der staatlichen und zivilen Einsatzorganisationen und dankte neben den Einsatzkräften auch der Übungsleitung für ihr außergewöhnliches Engagement zur Vorbereitung und Abwicklung der Übung. "Nur gemeinsam kann man sich auf ein derartiges Szenario bestmöglich vorbereiten, um im Ernstfall gerüstet zu sein", sagte Sobotka.

Bei einem Pressegespräch am 6. Mai 2017 in der Landespolizeidirektion zogen die Leiter der an der Landesübung TROMOS 2017 beteiligten Organisationen Bilanz. Unter Federführung der Landespolizeidirektion Tirol waren ca. 1000 Funktionäre in den Stäben, Einsatzkräfte in den Realszenarien, Figuranten, Versorgungskräfte, Beobachter folgender Organisationen im Übungseinsatz:
Land Tirol mit allen relevanten (Landes)Abteilungen, Behörden und Organisationen, Landespolizeidirektion Tirol, Einsatzkommando Cobra, Stadt Innsbruck, Österreichisches Bundesheer, Rotes Kreuz, Feuerwehr, Organisationen und Unternehmen aus dem Energie – und Verkehrssektor.

Ziele der Übung waren eine Effektive Alarmierung, die Optimierung der Stabsarbeit, eine Interorganisationale Zusammenarbeit auf allen Ebenen und die Erkenntnisgewinnung aus den Schwerpunkten Notfallkooperation vor Ort und der Umgang mit Sozialen Medien.

Der Gesamtübungsleiter Landespolizeidirektor Stv. Dr. Edelbert Kohler war mit dem Ablauf der Übung in den Stäben sowie beim Realteil vor Ort in Thaur (Schutz kritischer Infrastruktur) und beim Anschlagsszenario bei der Bobbahn in Igls zufrieden. "Die Übung hat für uns viele Lerneffekte und neue Erkenntnisse geliefert, die es jetzt gilt gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen", sagte Kohler.

Landeshauptmann Stellvertreter Ökonomierat Josef Geisler betonte die Wichtigkeit das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen zu beüben, um für die verschiedensten Bedrohungsszenarien bzw. Herausforderungen möglichst gut vorbereitet zu sein. "Neben der Terrorlage in Igls wurde parallel dazu auch ein Katastropheneinsatz mit einem Murenabgang im Bezirk Reutte beübt. Das Land Tirol dankt allen am Einsatz beteiligten Organisationen für die umfangreiche Vorbereitung und Abwicklung der Übung", erklärte der stellvertretende Landeshauptmann.

Militärkommandant GenMjr Herbert Bauer führte aus, dass der Einsatz des österreichischen Bundesheeres im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes zum Schutz der kritischen Infrastruktur beim Umspannwerk in Thaur und die Unterstützung der Polizeikräfte beim Abtransport der Verletzten aus der Gefahrenzone in Igls ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Übung war. "Es ist wichtig, dass die jetzt gewonnenen Erkenntnisse in der Basis verankert werden", sagte Bauer.

Generalmajor Walter Weninger M.A. von der Direktion für Spezialeinheiten - Einsatzkommandos Cobra erläuterte die neue strategische Einsatzweise beim sogenannten "Tactical Field Care", dem Abtransport von Verletzten durch Polizeikräfte mit Unterstützung des Bundesheeres aus einem noch "heißen" Gefahrenbereich. Auch Rettungskommandant Oswald Gritsch führte an, dass diese geänderte Vorgangsweise bei der Verletztenbergung – warten, bis die Verletzten aus der Gefahrenzone zur weiteren Versorgung den Rettungskräften in einem gesicherten Bereich übergeben werden - eine neue Erfahrung darstellte.

Der Leiter der MÜG-Innsbruck Elmar Rizzoli führte besonders die Heausforderung im Bereich "Social Media" ins Treffen. "Über 1800 Posts hatte das Social Media während der Übung zu bearbeiten. Aufgrund dieser sehr personalintensiven Tätigkeit ist auch künftig eine enge Zusammenarbeit der einzelnen Institutionen notwendig", sagte Rizzoli.

Artikel Nr: 279453
vom Samstag,  06.Mai 2017,  16:47 Uhr.

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