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Zivilcourage wird gelebt

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© LPD Robert Novak

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Am 03.04.2017 wurde der KSÖ-Sicherheitspreis an all jene Menschen verliehen, die der Polizei bei der Aufklärung oder Verhinderung von Straftaten geholfen haben. Die Veranstaltung fand im ORF-Funkhaus in Dornbirn statt.

Mit der Verleihung des Sicherheitspreises des Kuratoriums Sicheres Österreich bedankt sich u.a. die Polizei bei jenen Personen, die sich durch ihr couragiertes und engagiertes Verhalten bei der Aufklärung oder Verhinderung einer Straftat hervorgetan haben.

5 Fälle wurden am 03.04.2016 im ORF Funkhaus in Dornbirn vorgestellt und 6 Personen erhielten vom KSÖ eine kleine Anerkennung für ihre Leistungen.

Dass diese Zivilcourage etwas Besonders ist, wurde durch die Anwesenheit hoher Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sicherheit und Medien sowie Sicherheitspartnern aus dem Ausland hervorgehoben. Auch Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka reiste für die Veranstaltung an und nahm die Gelegenheit wahr, sich persönlich bei den Preisträgern zu bedanken. "Es ist eine der vornehmsten Aufgaben, couragierte Bürgerinnen und Bürger vor den Vorhang zu bitten", meinte der Minister. Der Hintergedanke dabei: Den Menschen Danke sagen und sie als Beispiel für eine Gesellschaft des Hinsehens hervorheben.

Die Fälle: Beim Spazierengehen in Bartholomäberg bemerkte Rosmarie Marent Einbruchswerkzeug am Illufer und erzählte es ihrem Schwiegersohn Marcel Marlin. Dieser konnte sich an einen Einbruch in eine Fischerhütte in der Nacht davor erinnern und sie verständigten die Polizei. Die Beamten überwachten den Auffindungsort und konnten drei Personen festnehmen. Damit wurde eine ganze Einbruchsserie aufgeklärt.

Ein viertes Mitglied der Tätergruppierung konnte ein paar Monate später in Tschagguns festgenommen werden: Barbara Wischenbart beobachtete einen verdächtigen Mann in einer Kirche, wo er versuchte Geld aus dem Opferstock zu stehlen. Sie verständigte sofort die Polizei, die den Mann wenig später in der Nähe festnehmen konnte.

Vom Liegeplatz ihres Swimmingpools aus sah Petra Vigl zwei Männer um das Nachbarhaus schleichen und sie filmte sie mit ihrem Handy. Die Einbrecher bemerkten das und flüchteten, doch Frau Vigl nahm die Verfolgung auf. Gleichzeitig verständigte sie die Polizei. Diese leitete Fahndungsmaßnahmen ein und konnte wenig später die Verdächtigen festnehmen.

Eine Reinigungskraft wurde in einer Arztpraxis in Bludenz sexuell von einem Mann belästig und schrie um Hilfe. Anyelina Tavarez de Mär verrichtete ebenfalls Reinigungstätigkeiten und eilte der Frau zu Hilfe. Sie traf noch auf den flüchtenden Täter, sprach ihn an und konnte geistesgegenwärtig auch ein Foto von dem Mann machen. Kurze Zeit später wurde er von der Polizei festgenommen.

Roland Mock, ein Pensionist aus Lochau, bemerkte vor seiner Wohnanlage ein verdächtiges Fahrzeug und meldete das der Polizei. Tatsächlich handelte es sich dabei um das gestohlene Fahrzeug eines gesuchten Räubers, der Tage zu vor zwei Diskounter bewaffnet überfallen hatte. Durch diesen Hinweis konnte die Polizei den Aufenthalt des Täters in Hörbranz feststellen und ihn dort festnehmen.

Artikel Nr: 277642
vom Mittwoch,  05.April 2017,  09:51 Uhr.

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BM.I – HEUTE


Polizei Vorreiter bei Demenz-Ausbildung

Die Donau-Uni Krems zertifiziert Dienststellen, in denen über 70 Prozent der Bediensteten diesen Kurs abgeschlossen haben.

© BMI/Gerd Pachauer Abdruck honorarfrei

Die Sicherheitsakademie des Innenministeriums (SIAK) bietet in Zusammenarbeit mit der Donau-Universität Krems seit 2016 ein Online-Tool für Polizistinnen und Polizisten an, das sich mit Demenz beschäftigt. Die Donau-Uni Krems zertifiziert Dienststellen, in denen über 70 Prozent der Bediensteten diesen Kurs abgeschlossen haben. Am 22. Mai 2017 wurden im Innenministerium die ersten Zertifikate übergeben.

VERANSTALTUNGEN


INTERNATIONALES & EU


Interpol-Konferenz in Salzburg

"Die wirksamste Waffe gegen internationale Kriminalität und Terrorismus ist ständiger polizeilicher Informationsaustausch", sagte Generaldirektor Kogler bei der Interpolkonferenz.

© BMI, Gerd Pachauer

250 Expertinnen und Experten berieten bei der "European Regional Conference" von Interpol vom 16. bis 18. Mai 2017 in St. Johann im Pongau in Salzburg Maßnahmen zur Bekämpfung der internationalen Kriminalität.