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Refugee Contact Officers (RCO)

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© Bernhard Elbe
© LPD Wien

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Einzugreifen, noch bevor der Hut zu brennen anfängt und ein möglicherweise nicht mehr wieder gutzumachender Schaden entsteht, ist seit 2015 das Ziel der Refugee Contact Officers. Mit Oberst Friedrich Kovar, B.A. steht ihnen ein erfahrener Führungsverantwortlicher vor.

Derzeit zählen in Wien zwölf Beamte zu den Refugee Contact Officers, die ein Teil der Initiative "GEMEINSAM.SICHER in Österreich" sind. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Schnittstelle zwischen der Polizei und der Sozialen Arbeit in Flüchtlingsunterkünften zu sein. Zu diesem Zweck halten sie regelmäßigen Kontakt zu den Leitungen der Asylheime in ihrem Zuständigkeitsbereich sowie zu weiteren Organisationen, die mit der Betreuung der Flüchtlinge in den Unterkünften betraut sind. Ziel ist es dabei, den Flüchtlingen einerseits Verhaltensregeln und die österreichische Gesetzeslage näherzubringen, Fragen zu beantworten und eventuell vorhandene Konflikte rechtzeitig in Gesprächen zu klären. So wurde beispielsweise für die Bewohner eines Asylheims im 15. Bezirk ein Fahrradkurs und Verkehrssicherheitstraining organisiert. Andererseits soll Flüchtlingen, welche aus diktatorischen Staaten stammen, die Angst vor der Exekutive genommen werden. Dazu wird durch die Refugee Contact Officers Aufklärungsarbeit über die Rechte, Pflichten und Befugnisse der Polizei in einem Rechtsstaat betrieben. Als wichtigen Meilenstein für die Zusammenarbeit zwischen den Refugee Contact Officers und den Leitungen von Flüchtlingsheimen nennt Oberst Kovar, B.A. die Ausarbeitung einer Checkliste für Notfälle für Polizeibeamte und Betreuer einer Unterkunft, die in Zusammenarbeit mit den Heimbetreuungen entstand.

Zunächst waren die Refugee Officers als eigenständiges Projekt lediglich für Asylunterkünfte mit einer Belegung ab 200 Personen eingeteilt. Als die größeren Unterkünfte allerdings nach und nach aufgelöst wurden, wurden auch kleinere Heime in die Betreuung mit eingebaut. Mit der Situation der Heime in Wien ist Oberst Kovar, B.A. sehr zufrieden. Es gibt dort kaum Vorfälle.

Für ihr Engagement erhielten die Refugee Contact Officers der Stadt Wien im Jahr 2016 den Sicherheitsverdienstpreis der Raiffeisen Bank.

Nebst seiner Tätigkeit für die Refugee Contact Officers ist Oberst Kovar, B.A. Referent für Menschenrechte der Wiener Polizei. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Arbeitsweise der Wiener Polizei auf die Einhaltung der Menschenrechte zu prüfen. Darunter der Umgang der Beamtinnen und Beamten mit der Bevölkerung ebenso wie der interne Umgang miteinander, interne Prozesse, die Erteilung von Aufträgen und die Aufarbeitung von Beschwerden. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld ist die Kontakthaltung mit der Volksanwaltschaft und ihrer Kommissionen, NGOs und regierungsnahen Organisationen. Oberst Kovar, B.A. bezeichnet sich bei diesem Punkt als eine Art "Dolmetscher zwischen verschiedenen Kulturen."

Artikel Nr: 313166
vom Mittwoch,  07.November 2018,  11:04 Uhr.

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