WIEN

LPD-Führungskräfte Wien

Mag. Dr. Gerhard Pürstl

Landespolizeipräsident Mag. Dr. Gerhard Pürstl
© BM.I / E. Weissheimer

Die beruflichen Stationen von
Mag. Dr. Gerhard Pürstl

  • Hofrat Mag. Dr. Gerhard Pürstl, geboren 1962 in Wien
  • Studium der Rechtswissenschaften
  • 1. April 1988:
    Eintritt in die BPD Wien, Rechtskundiger Dienst; Referent in den Bezirkspolizeikommissariaten Brigittenau, Währing und Leopoldstadt
  • 1. Juni 1990:
    Hauptreferent und ab Oktober 1996 Stellvertreter des Vorstands im Büro für Organisation, Rechtsfragen und Fachaufsicht in der Präsidialabteilung.
  • 2002:
    Vorstand des Büros für Rechtsfragen und Datenschutz
  • Autor mehrerer juristischer Fachpublikationen zum Straßenverkehrs- und Kraftfahrrecht und zum Sicherheitspolizeigesetz.
  • 1. Jänner 2008:
    Polizeipräsident Wien
  • 1. September 2012:
    Landespolizeipräsident Wien

Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer Funktion als Polizeipräsident?

Grundsätzlich sind die Veränderungen in Wien im Gegensatz zu den anderen Bundesländern ja eher gering. Daher gilt für mich eines: Fortsetzung des bewährten Weges, und zwar mit einer weiteren Vernetzung der Sicherheits- und Kriminalpolizei sowie mit dem Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern und zentralen Dienststellen. Denn mobile und sich zunehmend organisierende Kriminalität erfordert interne, sprengel- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Darüber hinaus wollen wir künftig die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität im weiteren Sinn forcieren. Denn der Wirtschafts- und Sozialbetrug verursachen enorme volkswirtschaftliche Schäden.
Des Weiteren ist mir eine hohe Präsenz des Streifendienstes wichtig. Sie müssen wir gewährleisten, denn Sichtbarkeit schafft Vertrauen. Und daran anschließend wollen wir das Bewusstsein der Bevölkerung stärken, dass Sicherheit alle angeht. Eigenvorsorge ist ein wesentlicher Eckpfeiler einer sicheren Stadt. Das muss der Bevölkerung klar sein.

Wo werden Sie Ihre ersten Schwerpunkte setzen?

Wir wollen das Informationsmanagement im Rahmen des neu geschaffenen Qualitätsmanagements stärken – nach dem Motto: Wirklich wichtige Informationen für diejenigen abrufbar machen, die sie brauchen, aber Unwichtiges ausscheiden.
Besonders vordringlich wird es natürlich sein, das neu geschaffene Wirtschaftskriminalitäts-Referat im Rahmen des Landeskriminalamts einzurichten und rasch auszubauen.
Des Weiteren werden wir Konzepte erarbeiten, wie wir trotz schwierigerer budgetärer Herausforderungen der Gebietskörperschaften die Leistungen der Polizei im selben Maße aufrechterhalten können und wie ein funktionierendes monatliches Budget- und Wirkungscontrollings ausgebaut werden kann.
Forciert werden sollen auch Präventionsmaßnahmen – auch in Zusammenarbeit mit Vereinen, die sich mit Sicherheitsthemen beschäftigen. Außerdem ist eine konsequente Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich notwendig.

Wenn Sie in fünf Jahren gefragt würden: Was haben Sie erreicht? Was würden Sie darauf als Antwort geben?

Erstens soll das hohe Sicherheits- und Ordnungsniveau in der Stadt erhalten geblieben sein. Zweitens sollen alle in der Landespolizeidirektion und alle Sicherheitsbehörden an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen. Und drittens soll sich die Eigenvorsorge der Bevölkerung durch Maßnahmen wie etwa den Einbau einbruchshemmender Türen, Video- oder Alarmanlagen um zumindest 15 Prozent erhöht haben.