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Schulungsmodul „Sicherheit und Polizei“

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Seit der großen Flüchtlingswelle sind Polizistinnen und Polizisten verstärkt mit der Problematik rund um illegale Einwanderung und Aufenthaltsrecht konfrontiert. Um kulturell bedingten Missverständnissen auf beiden Seiten vorzugreifen und Migranten die Gesetzeslage in Österreich näherzubringen wurde nun das Workshop-Modul "Sicherheit und Polizei" erstmals in Wien angewandt.

Das Schulungsmodul wurde von Beamten des Landeskriminalamtes zusammen mit Mitarbeitern der Magistratsabteilung 17 "Integration und Diversität", Mitarbeitern des Österreichischen Integrationsfonds und Kollegen der Landesverkehrsabteilung, der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug sowie der Stadtpolizeikommanden entwickelt. Die Programmpunkte sind im Einzelnen:

1. Die Aufklärung über rechtliche Grundlagen des österreichischen Staates. (z.B. Was bedeutet es, ein säkularer Staat zu sein? Was ist eine demokratische Republik?)

2. Die Vermittlung von gesellschaftlichen Normen, die in Österreich nicht gesetzlich geregelt sind (z.B. Was ist mit Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gemeint? Was heißt respektvoller Umgang?)

3. Verständnis für fremde Kulturen zu entwickeln. Durch fehlendes Wissen über andere Lebensweisen kommt es verstärkt zu Unverständnis. Irrtümer sind nicht ersichtlich und werden zu falschen Annahmen.

Die Vorträge erfreuen sich großer Beliebtheit und weisen hohen Zulauf auf. Bis Ende des Jahres 2017 wurden ca. 1200 Teilnehmer erreicht. Nächstes Jahr wird sich die Teilnehmeranzahl voraussichtlich verdoppeln. Mit der Entwicklung der Workshops beweisen die Beamten hohes Engagement und Einfühlungsvermögen in fremde Kulturen, aber vor allem den Willen, nachhaltig zur Integration notwendige Bildung und Wissen zu vermitteln.

Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen weiterhin viel Glück bei der Ausführung ihres Projektes, das auch ein Vorbild für ähnliche Initiativen in anderen Bundesländern ist.

Artikel Nr: 293319
vom Dienstag,  05.Dezember 2017,  14:27 Uhr.

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