NIEDERÖSTERREICH

LPD-Führungskräfte Niederösterreich

Dr. Franz Prucher

Landespolizeidirektor Dr. Franz Prucher
© BM.I / E. Weissheimer

Führungskräfte des LPD Niederösterreich

Führungskräfte des LPD Niederösterreich
© BM.I / E. Weissheimer

Die beruflichen Stationen von
Dr. Franz Prucher

  • Hofrat Mag. Dr. Franz Prucher, geboren 1955
  • 1. Juli 1976:
    Eintritt als Sicherheitswachebeamter in die BPD Wien; nach der Grundausbildung Dienst in den Bezirkspolizeikommissariaten Döbling und Hernals
  • 10. Oktober 1980:
    Reifeprüfung, danach nebenbei Studium der Rechtswissenschaften
  • 2. April 1985:
    Sponsion zum Mag. iur.
  • 1. September 1985:
    Überstellung in die Verwendungsgruppe A1; Dienst in den Bezirkspolizeikommissariaten Simmering, Favoriten, Wieden, Mariahilf und Innere Stadt
  • 6. Juli 1987:
    Promotion zum Dr. iur.
  • 1. Februar 2003:
    Leiter des BPK Fünfhaus; Hofrat
  • 18. Februar 2003:
    Sicherheitsdirektor für Niederösterreich
  • 1. September 2012:
    Landespolizeidirektor Niederösterreich

Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer neuen Funktion als Landespolizeidirektor?

Mein Ziel ist es, Niederösterreich zum sichersten Bundesland Österreichs zu machen und das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung an die objektive Sicherheitslage anzupassen. Ich möchte die Landespolizeidirektion als den Sicherheitsdienstleister Nummer eins in Niederösterreich in der öffentlichen Wahrnehmung positionieren. Mir ist bewusst, dass es mir dazu gelingen muss, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, ihre Aufgaben bestmöglich erledigen können – hoch motiviert und bestens qualifiziert, mit dem notwendigen Maß an Eigenständigkeit und Eigenverantwortung.

Wo werden Sie ihre ersten Schwerpunkte setzen?

In einem ersten Schritt wird es notwendig sein, die Reform so umzusetzen, dass ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet ist und sie von den Mitarbeitern inhaltlich voll mitgetragen wird. In der Kriminalitätsbekämpfung müssen wir unsere Kriminalstrategie anpassen, wobei in Niederösterreich das Hauptaugenmerk auch weiterhin auf die Bekämpfung der Vermögensdelikte zu legen sein wird, speziell der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser und der Schlepperei. Daneben sollen aber auch die notwendigen Ressourcen geschaffen werden, so dass wir der Wirtschaftskriminalität entsprechend begegnen können und vor allem auch den neuen Erscheinungsformen, wie der Computer- und Netzwerkkriminalität.
Daneben wollen wir die Bevölkerung noch stärker in die Kriminalprävention einbinden und auf ihre Eigenverantwortung bauen. Ein guter Partner ist dabei das Kuratorium Sicheres Österreich – auch mit ihm wollen wir die Zusammenarbeit ausbauen. Zum Thema Kooperation wollen wir auch mit unseren Nachbarstaaten Tschechien und der Slowakei unsere guten Kontakte weiter ausbauen. In kriminalpolizeilichen Angelegenheiten wollen wir uns mit der Justiz noch besser abstimmen. Und ganz generell wollen wir die Vernetzung mit anderen Behörden und Organisationen ausbauen. Außerdem ist mir die Öffentlichkeitsarbeit der Landespolizeidirektion ein Anliegen. Hier müssen wir noch professioneller werden. Die Polizei muss als zuverlässiger und kompetenter Ansprechpartner in Sicherheitsfragen gesehen werden. Das wird natürlich besonders für die neu einzurichtenden Bürgerservicestellen eine Herausforderung werden.

Wenn Sie in fünf Jahren gefragt würden: Was haben Sie erreicht? Was würden Sie darauf als Antwort geben?

Unser erklärtes Ziel in der Kriminalitätsbekämpfung ist es erstens, das ausgezeichnete Ergebnis von 2010 auch in fünf Jahren wieder zu erreichen. Zweitens würde ich gern sagen können, dass das Ansehen der Polizei in der Öffentlichkeit und das Vertrauen in sie weiter gestiegen ist. Und drittens wäre es mir wichtig, dass die Leistungsmotivation unserer Kolleginnen und Kollegen hoch ist und wir auf ein hohes Maß an Mitarbeiterzufriedenheit hinweisen können.

LPD-Führungskräfte Niederösterreich