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Von Schüler zu Polizeischüler

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50 Polizeischülerinnen und -schüler trafen 50 Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule Baden.
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"Die Begegnungen zwischen Schülern und Polizeischülern sind außergewöhnlich wertvoll", sagte Innenminister Sobotka.
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50 Polizeischülerinnen und -schüler trafen 50 Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule Baden. Sie vermittelten einander Einblicke in ihre Berufswelten.

Dass Polizisten jemandem auf den Zahn fühlen, ist nichts Ungewöhnliches – dass sie einen Zahn aus Wachs anfertigen, kommt nicht jeden Tag vor. 50 Polizeischülerinnen und -schüler des Bildungszentrums der Sicherheitsakademie (BZS) Traiskirchen tauschten sich mit 50 Lehrlingen der Landesberufsschule (LBS) Baden am 9. Oktober 2017 in der LBS Baden darüber aus, womit sie in ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind.

Die künftigen Zahntechniker zeigten den künftigen Polizisten, wie sie ihre Werkstücke mit Zangen und Feilen bearbeiten. Die künftigen Polizisten führten vor, wie sie Kriminalität im Internet bekämpfen, wie ein körperliches Einsatztraining aussieht und welche ordnungsdienstlichen Aufstellungen es gibt. Die Berufsschüler der Sparte "Konditoren" in der LBS Baden erklärten den Polizeischülern, wie sie Marzipanfiguren herstellen und die Bäcker flochten mit den künftigen Polizisten Brezel und Striezel – die anschließend in den Backofen geschoben wurden.

"Diese Begegnungen sind außergewöhnlich wertvoll", sagte Innenminister Wolfgang Sobotka. "Als Berufsschüler ist man in einer Lebensphase, in der es nicht immer leicht ist, mit dem Gesetz konform zu gehen. Man hat sich von seinem Ersparten das erste Moped gekauft und jetzt möchte man, dass es besonders laut ist. Da hat man vielleicht nicht unbedingt das große Einsehen, wenn man von der Frau oder dem Herrn Inspektor aufgehalten wird."

Die Polizeischüler hätten umgekehrt auch nicht den Einblick, "was eigentlich dahintersteckt, bis aus einem Teig ein Striezel wird". "Diese Einblicke bekommen die jungen Leute bei Begegnungen wie diesen auf beiden Seiten", sagte Sobotka. "Die Berufsschüler sehen vor allem auch, dass in der Uniform ein Mensch steckt, der nicht viel älter ist als sie selber, und dass dieser Mensch eine Menge lernen muss, um diesen Beruf zu ergreifen."

Workshop im Stationenbetrieb

Das Treffen der Schülerinnen und Schüler fand in Form eines Workshops statt. Im Stationenbetrieb erhielten die Berufsschüler der Sparten "Bäcker", "Konditoren" und "Zahntechniker" vermittelt, wie Polizisten ausgebildet werden. Umgekehrt erhielten die Polizeischüler einen Einblick in die drei Lehrberufe. Beim Kennenlernen interviewten sie einander paarweise.

Die Begegnung von Polizei- und Berufsschülern in Niederösterreich fand zum fünften Mal statt – zuletzt trafen im Frühjahr Auszubildende des BZS Ybbs Lehrlinge der LBS St. Pölten. "Mir ist es wichtig, den jungen Menschen zu zeigen, dass hinter den Berufen unserer Schüler und dem Beruf des Polizisten sehr viel mehr steckt, als man vermuten würde", sagte der Initiator der Begegnung, Landesschulinspektor Rudolf Toth. Es solle eine "Begegnung auf Augenhöhe" sein. "Ich bekomme immer wieder Feedback sowohl von Berufs- als auch Polizeischülern, dass sie überrascht waren, was alles gekonnt werden muss, um den Beruf des jeweils anderen auszuüben."

Artikel Nr: 290074
vom Montag,  09.Oktober 2017,  15:53 Uhr.

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