TIROL

LPD-Führungskräfte Tirol

Mag. Helmut Tomac

Landespolizeidirektor Mag. Helmut Tomac
© BM.I / E. Weissheimer

Führungskräfte der LPD Tirol

Führungskräfte der LPD Tirol
© BM.I / E. Weissheimer

Die beruflichen Stationen von
Mag. Helmut Tomac

  • Mag. Helmut Tomac, geboren 1965
  • Juli 1988:
    Eintritt in die Bundesgendarmerie, nach der Grundausbildung Dienst an den GP Kematen und Jenbach
  • Jänner 1993 bis Dezember 1994:
    E1-Grundausbildung (Offizierskurs) an der Sicherheitsakademie
  • Jänner 1995:
    LGK Niederösterreich, Schulungsabteilung, Referatsleiter
  • Mai 1995:
    LGK Tirol, Referatsleiter und ab Jänner 1996 stv. Abteilungsleiter
  • Juli 1996:
    LGK (ab Juli 2005: LPK) Tirol, Abteilungsleiter
  • Juli 2003:
    Sponsion zum Mag. iur.
  • 2003/04:
    11. Führungskräftelehrgang des BM.I
  • Februar 2007:
    Referent im Kabinett des Bundesministers bzw. der Bundesministerin
  • November 2008:
    Landespolizeikommandant Tirol
  • September 2012:
    Landespolizeidirektor Tirol

Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer neuen Funktion als Landespolizeidirektor?

Mit 1. September 2012 setzen wir einen Meilenstein der Strategie "INNEN.SICHER." um. Damit wird ein langjähriger Modernisierungsprozess der Polizei in Österreich fortgesetzt. Nachdem schon die Zusammenführung der Wachkörper im Jahr 2005 zur Bundespolizei international beachtet worden war, steht außer Zweifel, dass Österreich ab 1. September 2012 über eine der effektivsten und effizientesten Organisationsstrukturen der Polizeien in Europa verfügt. Ich habe als Führungskraft der Polizei die einzigartige Gelegenheit, diese Weiterentwicklung aktiv mitzugestalten. Offenheit, Flexibilität und Mut zu neuen Wegen haben die Polizei in Österreich letztlich fit gemacht für die Herausforderungen im "neuen Europa". Eine flache hierarchische Struktur, der Abbau von Doppel- und Mehrfachgleisigkeiten und die Schaffung einer schlanken Verwaltung haben Investitionen in eine qualitative Polizeiarbeit ermöglicht. Das ist ein Weg, der sich erwiesenermaßen bewährt und letztendlich nicht nur den heutigen Erfolg der Polizeiarbeit in Österreich ermöglicht hat, sondern auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert. Dieser Weg der Weiterentwicklung ist nicht abgeschlossen und wird es wohl nie sein. Daher werde ich auch in meiner Funktion als Landespolizeidirektor von Tirol unverändert ein Ziel verfolgen: die Schaffung idealer Organisations-, Aus- und Fortbildungs- sowie Arbeitsbedingungen, um höchstmögliche Sicherheit und bürgernahe Polizeiarbeit durch motivierte Polizistinnen und Polizisten zu ermöglichen.

Wo werden Sie Ihre ersten Schwerpunkte setzen?

Eine Entwicklung darf nicht blind vorangetrieben werden. Es ist von essenzieller Bedeutung, Reformen sauber und im Detail möglichst perfekt umzusetzen. Schließlich braucht es einige Zeit, bis sich die Veränderungen "gesetzt" haben und die Mannschaft bereit ist für den nächsten Schritt. Es gilt die "Mannschaft" an Bord zu halten und auf Kurs zu bleiben.
Daher werden wir bis zum Jahreswechsel – neben der bestmöglichen polizeilichen Tagesarbeit – die aktuelle Reform verarbeiten und die Landespolizeidirektion bis ins letzte Detail aufbauen. Angesichts der Zuständigkeit der neuen Landespolizeidirektion als Sicherheitsbehörde erster Instanz in der Landeshauptstadt, als landesweite Berufungs- und Oberbehörde sowie als Dienstbehörde der Bundespolizei in Tirol ist das eine durchaus herausfordernde Aufgabe. Parallel dazu kommen intensive Vorbereitungsarbeiten für eine weitere Reform auf uns zu: die Haushaltsrechtsreform – die von der Öffentlichkeit meist unbemerkt aber in der Dimension außergewöhnlich ist. Ab dem Jahr 2013 werden die Landespolizeidirektionen über weite Bereiche eigenständig wirtschaften. Das heißt, sie werden neben der Erfolgsverantwortung auch die Ressourcenverantwortung übernehmen. Eine Herausforderung, die durchaus reizvoll ist und Chancen in sich birgt.
Schließlich wird die Frage eines Sicherheitszentrums für Tirol weiter im Mittelpunkt meiner Bemühungen stehen. Die Bemühungen und Abklärungen dazu laufen ja schon auf Hochtouren und werden von allen beteiligten Stellen unterstützt.

Wenn Sie in fünf Jahren gefragt würden: Was haben Sie erreicht? Was würden Sie darauf als Antwort geben?

Höchste Ziele einer Führungskraft im Sicherheitsbereich können wohl nur zwei Dinge sein: erstens die Gewährleistung höchstmöglicher Sicherheit und ein Beitrag zu einem höchstmöglichen Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung und zweitens Mitarbeiterzufriedenheit.
Sowohl Statistiken als auch Studien stellen der Polizei in Tirol bereits heute ein sehr gutes Zeugnis aus. Historische Jahresergebnisse und sehr gute Umfrageergebnisse lassen sich schwer halten und noch schwerer verbessern. Ich möchte den Weg der vergangenen vier Jahre in meiner Funktion als Landespolizeikommandant im Grunde nach fortsetzen und nichts unversucht lassen, um Spitzenleistungen im Sinne einer weiteren Verbesserung der Sicherheit zu erwirken. Akzente in der Personalentwicklung sind dafür ebenso maßgebend wie bestmögliche Arbeitsbedingungen und Arbeitsbehelfe; zeitgemäße, moderne Infrastruktur ebenso, wie vernetztes Wirken mit der Bevölkerung, der Wirtschaft, den Interessensvertretungen, Medien, Politik und Hilfs- und Rettungsorganisationen. Es geht also nicht um das eine oder andere Detailziel – es geht um das Ergebnis aus der Summe der Bemühungen.

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