OBERÖSTERREICH

Schleppereibekämpfung: Treffen in Ankara

Foto

General Franz Lang
© BMI/Pachauer

Unter der Leitung von Gerald Tatzgern, im Bundeskriminalamt zuständig für Menschenhandel und Schlepperei, fand vom 9. bis 11. Dezember 2019 das 4. Treffen der "Task Force Western Balkan" in Ankara statt.

"Eine erfolgreiche Schleppereibekämpfung ist ohne Unterstützung der türkischen Polizei kaum möglich", sagte Franz Lang, der stv. Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, anlässlich des Treffens der "Task Force Western Balkan" das vom 9. bis 11. Dezember in Ankara stattfand.

Bei dem Treffen in Ankara wurde die Türkei als Mitglied der "Task Force Western Balkan" von allen Vertreterinnen und Vertretern einstimmig aufgenommen. Damit erfolgt die kriminalpolizeiliche Kooperation in der Schleppereibekämpfung noch effizienter und der Ansatz des "whole-route-approach" wird ausgebaut.

Das operative Meeting, an dem Vertreterinnen und Vertreter von 18 Staaten sowie von den Agenturen EUROPOL und FRONTEX sowie von INTERPOL teilnahmen, wurde durch den Gruppenleiter Johann Bezdeka, im Innenministerium zuständig für Grenze und Fremdenpolizei, begleitet und eröffnet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Westbalkan sowie die aus den EU-Ländern legten aktuelle Ermittlungserkenntnisse zu aktiven Schleppernetzwerken dar. Auch die gute Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden war ein wichtiger Punkt vieler Vortragender. Die Vertreter der Abteilung für Schleppereibekämpfung der Generaldirektion der Türkischen Nationalpolizei konnten dabei mit den Ermittlungsleiterinnen und -leitern der einzelnen Staaten die jeweiligen Ermittlungsansätze besprechen und die nächsten Aktivitäten abstimmen.

Auf Initiative Österreichs wurde im Juni 2018 die "Task Force Western Balkan" eingerichtet, die es sich zum Ziel gemacht hat, Schlepperei entlang der Westbalkan-Route zu bekämpfen. Das Bundeskriminalamt in Wien hat seither auch den Vorsitz inne.

Artikel Nr: 335857
vom Donnerstag,  19.Dezember 2019,  09:32 Uhr.

Reaktionen bitte an die Redaktion

BM.I – HEUTE


Mehr Schutz für Opfer

Erweiterte Schutzmaßnahmen: Die Polizei darf unter anderem einem Gefährder die Wohnungsschlüssel abnehmen.

© BMI/Gerd Pachauer

Mit dem "Gewaltschutzgesetz 2019" werden besondere Maßnahmen zum Schutz vor Sexual- und Gewaltdelikten umgesetzt – wie das Annäherungsverbot und die verpflichtende Gewaltpräventionsberatung.

VERANSTALTUNGEN