Jedes Jahr am 22. Februar findet der Europäische Tag der Kriminalitätsopfer statt. Dieser Gedenktag dient dazu, die Opfer von Straftaten ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken und auf ihre persönliche, wirtschaftliche und rechtliche Situation aufmerksam zu machen.
Geschichte des Aktionstages
Die Idee für diesen Tag stammt aus Schweden. Der Aktionstag wurde von dem damaligen Leiter der schwedischen Opferhilfer, Björn Lagerbag, ins Leben gerufen und wurde erstmalig am 22. Februar 1990 initiiert. Das Datum soll an die Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme am 22. Februar 1986 erinnern. Seitdem wird an diesem bestimmten Tag in mehreren europäischen Ländern, so auch in Österreich, an die Kriminalitätsopfer gedacht.
Ziel des Gedenktages
Der Europäische Tag der Kriminalitätsopfer soll auf die Bedürfnisse der Opfer aufmerksam machen. Neben dem Gedenken an die Betroffenen liegt der Fokus darauf, das Bewusstsein für Opferbelange zu schärfen, Präventionsarbeit zu leisten, Opferrechte zu stärken und Hilfsangebote aufzuzeigen. Das Bundesministerium für Inneres veranstaltete dazu ein Symposium am 18. Februar 2025. Inhalt des Symposiums waren die finanziellen Hilfen für Kriminalitätsopfer und Herausforderungen in der Praxis (Artikel dazu im u.a. Link).
Opferschutz der Wiener Polizei
Die Wiener Polizei verhängt monatlich durchschnittlich 350 bis 360 Betretungs- und Annäherungsverbote bei häuslicher Gewalt. Ein Team aus erfahrende Präventionsbeamtinnen und -beamte erstellt als "Gewalt in der Privatsphäre-Support" (GiP-Support) aussagekräftige Gefahrenprognosen. Mithilfe des "PROTEEKT"-Tool können Gefährdungseinschätzungen und Hochrisikofälle an Opferschutzzentren weitergeleitet werden.
Sie sind selbst Opfer von Gewalt geworden oder nehmen wahr, dass eine andere Person Opfer von Gewalt wird? Zögern Sie nicht und wählen den Polizei-Notruf 133.
Die Kriminalprävention des Landeskriminalamt Wiens bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346 an.
Der WEISSE RING
In Österreich ist der WEISSE RING die zentrale Anlaufstelle für Opfer von Verbrechen. Als einzige gesetzlich anerkannte Opferhilfeeinrichtung bietet er umfangreiche Unterstützung.
Wann sollten Sie sich an den WEISSEN RING wenden?
• Sie wurden Opfer eines Raubüberfalls, Einbruchs oder Betrugs.
• Sie haben Gewalt im Netz oder im Beruf erlebt.
• Sie wurden Opfer eines Hassverbrechens.
• Sie haben eine Ihnen nahestehende Person durch eine Straftat verloren.
Die Unterstützung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.
Welche Hilfe bietet der WEISSE RING?
• Beratung über Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten.
• Hilfe bei akuten finanziellen Engpässen infolge eines Verbrechens.
• Opfer haben Anspruch auf psychosoziale und juristische Begleitung bei Gerichtsverfahren.
• Unterstützung bei den nächsten Schritten nach einer Straftat.
• Soforthilfe durch Entlastungsgespräche und Vermittlung an Fachstellen.
Opfer-Notruf
Betroffene können sich in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 08.00 Uhr und 20.00 Uhr unter der gebührenfreien Nummer 0800 112 112 an den WEISSEN RING wenden.
Artikel Nr: 440858
vom Montag,
24.Februar 2025,
10:00 Uhr.
Reaktionen bitte an die LPD Wien