WIEN

  • LPD
  • Berichte aus der LPD Wien

Vorsicht Liebesbetrüger!

Foto

© Pixabay
© LPD

„Geh nie mit einem Fremden mit!“ Diese Warnung, die üblicherweise schon kleine Kinder hören, sollte unbedingt auch für Erwachsene auf Partnersuche in den Weiten des Internets gelten! Leider lassen jedoch viele sobald sie ein attraktives, freundliches Gesicht als Profilfoto und eine nette Nachricht im digitalen Postkasten sehen, alle Vorsicht fahren! Das freut natürlich Betrügerinnen und Betrüger, die auf diese Weise viel zu häufig an schnelles Geld kommen können!

Längst nicht immer sind Online-Betrügerinnen und -betrüger so einfach zu erkennen wie der inzwischen legendäre "Prinz aus Nigeria." Auch die Täterinnen und Täter haben dazugelernt und ihre Methoden professionalisiert. So ist es heute selbst für Technik-Laien kinderleicht, Profilfotos zu kopieren oder gar über bestimmte Websites künstliche, aber täuschend echt aussehende "Profilfotos" zu generieren. Auch fehlerhaftes Deutsch muss nicht mehr unbedingt ein Indikator für betrügerische Absichten sein, denn auch hier leisten Übersetzungssoftwares mittlerweile gute Dienste. Dank guter Menschenkenntnis können sogenannte "love scammers", also Liebesbetrüger auch sehr gut Interesse an einer Person, oder gar Verliebtheit vortäuschen. Will man sich dann allerdings persönlich mit dem oder der Angebeteten treffen, gibt es plötzlich ein Problem. Entweder ist das Kind der Internet-Liebe plötzlich erkrankt, die Mutter ist unerwartet verstorben oder bei der Ausstellung eines Einreisevisums gibt es unvorhergesehene Probleme. Überhaupt hat es die Internet-Affäre plötzlich im Moment nicht leicht, denn sie braucht dringend Geld... Viel Geld... Bedauerlicherweise haben blind verliebte Opfer auf diese Weise schon viel zu oft ihr gesamtes Erspartes an einen Betrüger oder eine Betrügerin geschickt. Dabei gäbe es ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen, welche man bei aller Verliebtheit beherzigen sollte:

• Geben Sie online nicht zu viel von sich preis! Zu viele Online-Informationen über Ihre Lebensumstände erleichtern den Tätern oder Täterinnen ihre Vorgehensweise!
• Achten Sie bei Aktivitäten in Sozialen Netzwerken auf Ihre Privatsphäre-Einstellungen! Sie würden offline schließlich auch nicht jedem Fremden an der Straßenecke erzählen, was Sie heute zu Mittag gegessen haben, nicht wahr?
• Wenn Sie online mit jemandem flirten, tauschen Sie auf keinen Fall persönliche oder intime Fotos mit ihrem Gesprächspartner oder ihrer Gesprächspartnerin aus! Denn sollte es sich um einen Online-Betrüger oder eine -betrügerin handeln, hat er oder sie damit zusätzliches Erpressungsmaterial in der Hand!
• Suchen Sie den Namen der Person, mit der Sie flirten, im Internet. Mitunter gibt es bereits einschlägige Erfahrungsberichte oder Warnungen vor Betrug. Misstrauisch sollten Sie auch dann werden, wenn Sie gar nichts, oder nicht zum Profil passende Informationen erhalten. Sollte alles im grünen Bereich sein, haben Sie zumindest, als netten Nebeneffekt, etwas mehr über die Lebensumstände Ihres Gesprächspartners oder -partnerin erfahren.
• Vor einem ersten persönlichen Treffen sollten sie unbedingt auf mehreren persönliche Telefonaten bestehen, um sicher sein zu können, dass die von Ihnen angeschriebene Person auch existiert!
• Falls Sie sich dennoch nicht sicher sind, ob Sie einem Fake-Profil aufgesessen sind, können Sie mittlerweile auch Homepages konsultieren, welche auf das Erkennen von gefälschten Profilfotos spezialisiert sind.
• Erste Treffen sollten immer an einem öffentlichen und gut besuchten Ort stattfinden.

Sollte trotz aller Vorsicht etwas passiert sein, scheuen Sie sich bitte nicht, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Es ist menschlich verständlich, dass die Scham auf Seiten des Opfers groß ist, allerdings helfen Sie mit einer Anzeige dabei, künftige Betrugsfälle zu verhindern, oder zumindest abzumildern.

Artikel Nr: 382485
vom Montag,  01.August 2022,  09:35 Uhr.

Reaktionen bitte an die LPD Wien

BM.I – HEUTE


Cobra-Beamte bei Festnahme verletzt

Symbolfoto.

© BMI/Gerd Pachauer

Am 30. Juli 2022 wurde in Tirol ein Terrorverdächtiger festgenommen. Die Mutter des Verdächtigen wurde, nachdem sie versuchte, zwei Cobra Beamte zu überfahren, ebenfalls festgenommen.

INTERNATIONALES & EU


Hilfseinsatz zur Waldbrandbekämpfung

Symbolfoto eines Hubschraubers der Flugpolizei des österreichischen Innenministeriums.

© BMI/Pachauer

Die Hubschrauber der Flugpolizei des Innenministeriums flogen rund 400 Rotationen und brachten 200.000 Liter Wasser an die Brandstelle in Slowenien, um bei der Brandbekämpfung in der Region Renski zu unterstützen. Die Waldbrände in Slowenien wurden durch hohe Temperaturen und starken Wind ausgelöst.


Logo Facebook  Logo Instagram  Logo Twitter  Logo YouTube

Grafik PolizeiApp