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Die Geschichte der Wiener Polizei

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Wiener Polizei damals
© BM.I

Die Wiener Polizei feiert am 21. September 2019 das 150-jährige Bestehen.
In Anlehnung daran, ein kurzer Abriss der Geschichte:

Mit kaiserlicher Entschließung vom 2. Februar 1869 wurde in Wien die k.k. Sicherheitswache als erste moderne Polizeiorganisation eingerichtet. Davor war die Militär-Polizeiwache in Wien für die innere Sicherheit zuständig.
Die erste Sicherheitswacheabteilung wurde in der Leopoldstadt eingerichtet.

Im März 1872 nimmt das "Institut der k. k. Polizeiagenten in Wien" die Arbeit auf. Die neuen Polizeiagenten versehen ihren Dienst noch von einer Zentralstelle aus und nicht in den Bezirken wie die Bediensteten der Zivil-Polizeiwache.
Nach der Ermordung von zwei Polizeiagenten durch Anarchisten 1884 erhält die Wiener Sicherheitswache Spitzhelme anstatt der Filzhüte sowie 500 Revolver der Marke "Gasser" – eine Sonderanfertigung für die Polizei.

1920 erfolgte eine Reform der Sicherheitswache und der Kriminalpolizei: Der Name "Sicherheitswache" wird auf "Bundessicherheitswache" geändert. Das Polizeiagentenkorps erhält die Bezeichnung "Kriminalbeamtenkorps" und die "Polizeiagenten" wurden "Kriminalbeamte".

Die Zwischenkriegszeit war von Unruhen und Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen politischen Orientierungen geprägt. Es kam immer wieder zu Toten aufgrund des polizeilichen Vorgehens, aber auch zu zahlreichen im Dienst getöteten Polizisten.
Nachdem Anschluss an das Deutsche Reich 1938 wird die Bundessicherheitswache in die deutsche Schutzpolizei eingegliedert. Führende Beamte der Wiener Polizei werden festgenommen, entlassen oder in den Ruhestand geschickt. Viele Polizisten unterstützen aber auch die Machtübernahme der Nationalsozialisten tatkräftig.

Am 13. Juni 1945 übernimmt wieder die Polizeidirektion Wien unter schwierigen Bedingungen und Einschränkungen durch die Besatzungsmächte den Polizeidienst in der Bundeshauptstadt.
Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 fallen diese Einschränkungen weg und die Polizei wird technisch modernisiert. Eine Funkstreifenabteilung mit sechs Kraftfahrzeugen eingeführt. 1964 erhalten auch die Bezirksabteilungen erste Kraftfahrzeuge.

1974 wird das neu errichtete Polizeidirektionsgebäude am Schottenring 7-9 eröffnet, welches seither die Zentrale der Wiener Polizei beherbergt.

2002 wird die Zahl der Bezirkspolizeikommissariate und der Sicherheitswacheabteilungen von 23 auf 14 verringert. Der Kriminaldienst wird neu geordnet. Es gibt auch eine Reform der Sonder- und Spezialeinheiten.

2005 werden Bundessicherheitswache, Bundesgendarmerie, Kriminalbeamtenkorps und Teile der ehemaligen Zollwache neuen, österreichweit einheitlichen "Bundespolizei" zusammengeführt. Die neue Uniform der "Bundespolizei" ist dunkelblau.

Heute versehen in Wien ca. 8400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl im Verwaltungsdienst als auch im exekutiven Außendienst ihren Dienst. 1000 Polizeibeamte befinden sich in Ausbildung.
Der Wiener Bevölkerung stehen 83 Polizeiinspektionen als polizeiliche Ansprechstellen zur Verfügung.

Die Wiener Polizei verzeichnet pro Jahr ca. 1.200.000 Notrufe. Diese führen zu täglich ca. 1200 Einsätzen. Die Landesleitzentrale der Wiener Polizei betreibt neben der Notrufnummer 133 sowie dem internationalen Notruf 112 auch einen Gehörlosennotruf, der mehr als hundert Mal im Jahr in Anspruch genommen wird.

Artikel Nr: 330484
vom Mittwoch,  11.September 2019,  15:03 Uhr.

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BM.I – HEUTE


Aktuelle Lage zum Corona-Virus

Bisher gab es 1.649 Testungen in Österreich, von denen neun positiv waren.

© BMI/Alexander Tuma

Die Sektionschefin im Gesundheitsministerium, Brigitte Zarfl, sowie der stellvertretende Leiter des Einsatzstabes und Direktor des Einsatzkommandos Cobra/Direktion für Spezialeinheiten (DSE), Bernhard Treibenreif, informierten am bei einem Pressebriefing am 29. Feber 2020 im Innenministerium über die aktuelle Lage zum Corona-Virus. Derzeit gibt es in Österreich neun positive Fälle.

INTERNATIONALES & EU


Schutz der Außengrenzen

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Margaritis Schinas, Innenminister Karl Nehammer, und die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson.

© BMI/Gerd Pachauer

Innenminister Karl Nehammer, der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Margaritis Schinas, und die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, trafen einander am 12. Feber 2020 zu einem Arbeitsgespräch im Innenministerium. Dabei standen die flexible Solidarität, der Schutz der Außengrenzen und die Stärkung von Frontex am Programm.