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Prävention Kraftfahrzeug-Diebstahl

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© LPD

Ein Diebstahl, nicht nur bei Kraftfahrzeugen mit Keyless Entry Systemen, sondern auch allgemein, kann den Tätern mit folgenden technischen Lösungen deutlich erschwert beziehungsweise die Fahndungsarbeit der Polizei erleichtert werden:

• Lassen Sie sich einen Zündunterbrecher in Form eines versteckten Schalters zur Zwei-Faktor-Identifizierung in Ihrem Kfz einbauen.
• Verlegen Sie den On-Board-Diagnose Stecker in Ihrem Kfz. Die On-Board-Diagnose, kurz OBD, ist ein Diagnosesystem in Fahrzeugen. Das System überwacht das Auto und kann der Fahrerin oder dem Fahrer beziehungsweise der Werkstatt Fehlermeldungen und Daten zugänglich machen. Das nutzen aber auch Täter aus, die somit Zugriff auf die Elektronik des Kfz haben und so in nur wenigen Sekunden einen neuen Schlüssel anfertigen lassen können.
• Lassen Sie sich ein GPS-Ortungssystem in Ihr Kfz einbauen. So haben Sie Ihr Auto immer im Blick. Zudem hilft es der Polizei für Fahndungszwecke.

Diebstahl von Kraftahrzeuge in Österreich

Die Zahl der Anzeigen wegen Diebstahls von Kfz sind rückläufig: 2019 sind die Meldungen um 1,3 Prozent gegenüber 2018 gesunken (2019: 2.194 Anzeigen, 2018: 2.224 Anzeigen). Vor zehn Jahren wurden noch doppelt so viele Kfz als gestohlen gemeldet (2010: 4.402 Anzeigen).

Allgemeine Präventionstipps

• Parken Sie nach Möglichkeit Ihr Kfz in einer Garage. Wenn dies nicht möglich ist, variieren Sie Ihre Parkplätze.
• Versperren Sie Ihr Fahrzeug immer, selbst wenn Sie nur ganz kurz weg sind.
• Schließen Sie die Fenster und ein eventuell vorhandenes Verdeck oder Schiebedach komplett.
• Vergewissern Sie sich, dass Ihr Auto versperrt ist, wenn Sie eine Fernbedienung zum Absperren verwenden und keine verdächtige Person in Ihrem Umkreis steht.
• Die Reichweite eines Keyless-Go-Schlüssels kann elektronisch verlängert werden. Verwahren Sie diesen deshalb nicht in unmittelbarer Nähe der Haus- oder Wohnungseingangstüre. Eine "Faraday-Box" kann den Schlüssel zusätzlich vor Funkwellen schützen.
• Kontrollieren Sie regelmäßig die mechanische Funktionstüchtigkeit der Schlösser.
• Verwahren Sie Wertgegenstände nicht im Auto. Lassen Sie auch keine Navigationsgeräte oder Radiobedienteile zurück, wenn es sich nicht um fest verbaute Komponenten handelt.
• Durch den fachgerechten Einbau einer Alarmanlage kann das Risiko Opfer eines Einbruchs oder Diebstahls zu werden, minimiert werden.
• Man kann die Stromzufuhr von der Zündung mit einem nachträglich eingebauten Schalter unterbrechen, sodass der Täter das Auto nicht in Betrieb nehmen kann. Der Schalter sollte versteckt eingebaut sein.
• Es gibt verschiedene mechanische Sicherungen wie Sperrstöcke oder Sperrstangen mit denen man verschiedene Bedienteile des Autos sichern kann.
• GPS-Ortungs-Systeme ermöglichen Ihnen jederzeit den Standort des Fahrzeuges herauszufinden. App-Lösungen bieten die Möglichkeit der sofortigen Verständigung im Falle einer unbefugten Inbetriebnahme.

Artikel Nr: 346487
vom Donnerstag,  30.Juli 2020,  14:58 Uhr.

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BM.I – HEUTE


Drohnen-Pilotversuch startet im August

"Drohnen können Luftbildaufnahmen in Echtzeit liefern und illegale Grenzübertritte noch rascher entdecken", sagt Innenminister Karl Nehammer.

© BKA/Andy Wenzel

Im August 2020 startet ein Drohnen-Pilotversuch an den Grenzen zu Ungarn und Slowenien, um illegale Grenzübertritte rascher entdecken und Einsatzkräfte noch schneller an den Einsatzort schicken zu können.

VERANSTALTUNGEN


 

INTERNATIONALES & EU


Einigung bei Ministerkonferenz

Einigung bei Ministerkonferenz: Plattform für Kampf gegen illegale Migration beschlossen

© BMI/Makowecz

Am 23. Juli 2020, dem zweiten Tag der Ministerkonferenz zur Bekämpfung illegaler Migration an den östlichen Mittelmeerrouten, wurde eine Plattform für den Kampf gegen illegale Migration mit Standort in Wien beschlossen, um Aktivitäten in den Bereichen Grenzschutz, Rückführungen, Schleppereibekämpfung und Asylverfahren zu koordinieren.