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BPK Spittal/Drau unter neuer Leitung

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Oberst Hermann Kienzl, Mag. Dr. Michaela Kohlweiß, Oberstleutnant Werner Mayer, BA und Generalmajor Wolfgang Rauchegger, BA
© LPD Kärnten

Die Polizistinnen und Polizisten im Bezirk Spittal an der Drau erhielten mit 1. Jänner 2020 einen neuen Chef: Oberstleutnant Werner Mayer, BA. Der 53-jährige Offizier folgt als Bezirkspolizeikommandant von Spittal/Drau Oberst Johann Schunn nach, welcher mit September in den wohlverdienten Ruhestand wechselte. Wir trafen ihn aus diesem Anlass zum Interview.

Sie waren seit 2002 Bezirkspolizeikommandant von Hermagor und wechseln nun in gleicher Eigenschaft in den größten Bezirk Kärntens, Spittal an der Drau. Was waren für Sie die Beweggründe für diese Veränderung?
Ich konnte als Bezirkspolizeikommandant von Hermagor viele positive Erfahrungen sammeln. Dennoch sehe ich Veränderungsprozesse als notwendig, um sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Zudem führt mich mein Weg zurück an die Anfänge und der Kreis meiner dienstlichen Entwicklung schließt sich damit. Mein exekutiver Werdegang begann nämlich 1990 im Bezirk Spittal/Drau, konkret in Heiligenblut. Ab 1997 konnte ich dann als stellvertretender Bezirkspolizeikommandant erste Erfahrungen in der Führungsverantwortung erwerben.

Werden mit der beruflichen Veränderung auch private – sprich ein Umzug nach Spittal – einhergehen?
Ich fühle mich in meinem Heimatbezirk Hermagor sehr wohl und werde meinen Wohnort in Kötschach-Mauthen selbstverständlich beibehalten. Die weitere Anreise zum Dienstort nehme ich gerne in Kauf.

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Unterschiede zwischen den Bezirken Hermagor und Spittal und damit auch die Unterschiede zwischen Ihrer bisherigen und Ihrer neuen Position?
Die Unterschiede liegen in den größeren Dimensionen in struktureller, personeller und topografischer Hinsicht. In Bezug auf die Aufgabenstellungen und Herausforderungen sehe ich große Ähnlichkeiten zu meiner bisherigen Funktion.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen? Welche Schwerpunkte werden Sie in Ihrer Arbeit setzen?
Die demografische Entwicklung der Gesellschaft spiegelt sich auch in der Polizei wider, es ist in den nächsten Jahren mit vielen altersbedingten Abgängen zu rechnen. Dadurch wird viel Erfahrung verloren gehen, die es zu kompensieren gilt. Daneben wird uns die steigende Internetkriminalität in zunehmendem Maße fordern. Hier werden Weiterentwicklungen, Spezialisierungen und umfangreiche Präventionsmaßnahmen notwendig sein.
Zudem wird es meine Aufgabe sein, die hohen Sicherheitsstandards sowohl im Verkehrs- als auch im Kriminalitätsbereich gemeinsam mit meinen Mitarbeitern aufrecht zu erhalten. Ich bin aber in der glücklichen Lage einen gut funktionieren Bezirk übernehmen zu können, wo die Weichen in die Zukunft bereits gestellt sind.

"Ein neuer Besen kehrt gut", so sagt ein altes Sprichwort. Werden sich mit Oberstleutnant Werner Mayer, BA im Bezirk Veränderungen ergeben? Wenn ja, welche?
Es wird eine geraume Zeit in Anspruch nehmen, Abläufe, Gegebenheiten, Land und Leute sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen zu lernen. Erst dann wird sich ergeben, ob Veränderungsbedarf besteht. Bei Notwendigkeit wird an Rädchen zu drehen sein.
Daneben bringt es die schnelllebige Zeit grundsätzlich mit sich, auf neue Herausforderungen und Aufgabenstellungen mit entsprechenden Anpassungen reagieren zu müssen – dies hat aber mit meiner Person nichts zu tun.

Wie würden Sie sich selbst als "Chef" beschreiben? Was dürfen sich Ihre zukünftigen Mitarbeiter von Ihnen erwarten?
Ich lege Wert darauf, dass Ziele klar erkennbar sind und der Weg dorthin kollektiv erarbeitet. Dabei soll es für den Einzelnen aber erkennbar und auch persönlich wichtig sein, einen Beitrag zur Zielerreichung zu leisten. Ich setze in meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Grundvertrauen und habe auch Verständnis für mögliche Fehlerquellen. Ein gutes Betriebsklima, soziale Zufriedenheit und gegenseitige Achtung sowie eine lösungs- und nicht problemorientierte Grundeinstellung sind mir wichtig.

War Ihnen die Karriere bei der Exekutive sozusagen in die Wiege gelegt oder hatten Sie ganz andere Berufswünsche?
Nach Abschluss der Matura am BORG Hermagor stand kurzfristig ein Studium für Sport und Mathematik im Raum, das sich aus privaten Gründen zerschlagen hat. Durch Kontakte zu Exekutivbeamten und deren positive Schilderungen wurde das Interesse am Polizeiberuf in mir geweckt und ich stellte mich der Aufnahmeprüfung. Damit begann eine Entwicklung, die ich bis dato zu keinem Zeitpunkt bereut habe.

Abschließend noch eine private Frage: Da der Alltag in der Exekutive oft fordernd und stressig sein kann und Nachdienste sozusagen an der Tagesordnung stehen – wo finden Sie Ausgleich zum Beruf?
Diesen finde ich bei meiner Familie sowie beim Sport in Form von Tennis und Fußball. Zudem bin ich aktives Mitglied der Singgemeinschaft Kötschach-Mauthen.

Herzlichen Dank für dieses Interview!

Zur Person:
Werner Mayer ist 53 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 19 und 24 Jahren. Nach seiner Grundausbildung versah er zwischen 1990 und 1995 Dienst in Heiligenblut. Anschließend absolvierte er die Sicherheitsakademie in Mödling, ehe er 1997 stellvertretender Bezirkspolizeikommandant von Spittal an der Drau wurde. 2002 wechselte er als Bezirkspolizeikommandant nach Hermagor. Über viele Jahre war er als Trainer für das Sicherheitspolizeigesetz und die Strafprozessordnung tätig. 2017 schloss er den Bachelorstudiengang "Polizeiliche Führung" an der FH Wiener Neustadt mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Werner Mayer ist zudem Senatsmitglied bei der Disziplinarkommission und als Eignungsinterviewer bei Neuaufnahmen tätig.

Artikel Nr: 335931
vom Freitag,  20.Dezember 2019,  10:39 Uhr.

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